Aktuelles

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Jeden Freitag ab 19:00 Kranzlschießen im Schützenhaus.
Rundenwettkämpfe siehe "Termine".

Geschichte

I.  Die Anfänge 

Die ersten, durch amtliche Akten belegbaren Hinweise auf Schützenvereine in
Fischbachau und seiner näheren Umgebung sind eng verflochten mit der Geschichte
der historischen Gaststätte in Marbach.

     
  
                                   
                                    Bild 1: Historische Gaststätte in Marbach um 1880



Anna Maria Hafner - zwei Ihrer Vorfahren sollen laut einer Gedenktafel 1705 bei der Bauernschlacht in Sendling dabei gewesen und dort in der Mordweihnacht gefallen sein, was aber durch intensive Nachforschungen von Josef Brunhuber wiederlegt wurde - war die Erbin des Besitzes und heiratete 1826 Alois Sulzenbacher, den Sohn eines Maurermeisters aus Holzkirchen.

Als sie das Gasthaus übernahm, war hinter dem Haus, wie bei vielen Gaststätten in
dieser Zeit eine Feuerstutzenschießstatt.

Als Alois Sulzenbacher 1842 starb, führten sein 1826 geborener Sohn Alois und seine
Witwe das Gasthaus weiter.
1851 wurde eine Beschwerde betreffs der Schießstätte an das königliche Bezirksamt
Miesbach herangetragen. Von dem daraus entstandenen Untersuchungsverfahren
sind noch Protokolle, Eingaben, Untersuchungs- und Gutachterberichte und das
abschließende Urteil vorhanden.

In diesen Akten befindet sich ein Schreiben vom 30. Juni 1851 der Gemeindever-
waltung Fischbachau an das königliche Landgericht Miesbach mit folgendem Text:

Die Schießstätte der Frau Anna Maria Sulzenbacher, Wirtin am Marbach, ist von der
Gemeindeverwaltung Fischbachau untersucht und besichtigt worden. Der Beschluß
davon ist: daß sie an Ort und Stelle bleiben soll; auch der zunächst gelegene
Georg Mayr Roggenbichler hatte nichts entgegen. Dieses bestätigt die unterthänigst,
gehorsamste Gemeindeverwaltung Fischbachau.

Auf der Rückseite dieses Dokuments steht die Entscheidung des Bezirksamtes
Miesbach, dass Anna Maria Sulzenbacher ihre Schießstatt weiterhin betreiben darf,
jedoch mit den Auflagen, dass nur an den dafür bestimmten Schießtagen geschossen
werden darf und die auf dem Felde dahinter arbeitenden Bauern und solche, die ihr
Vieh dort weiden zu benachrichtigen sind.


II. Die Schützengesellschaft Fischbachau 


Alois Sulzenbacher jun., von daheim mit dem Feuerstutzen vertraut, war Mitglied
der Gebirgsschützenkompanie Fischbachau und wurde 1867 ihr Hauptmann.

Er trennte sich 1861 von seiner Frau, die er 1855 geheiratet hatte, zog nach Birken-
stein und erbaute dort das Gasthaus Oberwirt.

Ende 1871 entsteht in diesem Lokal die

„Schützengesellschaft Birkenstein“.

Die Gemeindeverwaltung von Fischbachau meldete am 14. Oktober 1872 an das
königliche Bezirksamt Miesbach:


Im Orte Birkenstein hat sich unter Vorstandschaft des Georg Daller, Mühlersohnes
von dort, eine Zimmerstutzen-Gesellschaft ihre Statuten gebildet, welche im
Wirtshause des Alois Sulzenbacher zu Birkenstein ihr Gesellschaftslokal hat.
Solches wird dem königlichen Bezirksamte hiermit gehorsamst angezeigt.
Hochachtungsvoll die Gemeinde-Verwaltung Fischbachau.

Auf dem noch vorhandenen Kassenbericht vom 9. März 1872 stehen die Namen der
16 Gründungsmitglieder.
  • Sulzenbacher, 
  • Bertl, 
  • Daller, 
  • Gruber, 
  • Auracher Joh., 
  • Auracher Josef, 
  • Rühamer,
  • Schmid,  
  • Rottacher, 
  • Heng, 
  • Thaler, 
  • Acher, 
  • Burger, 
  • Scharrmann, 
  • Oggenrieder Jos., 
  • Stadler Joseph

Von Januar bis März hatte man schon sechs Eintritte, aber auch zwei Austritte, die
mit ihrer Einlage von 30 Kreuzern und einem Monatsgeld von12 Kreuzern den ersten
finanziellen Grundstock, 28 Mark und 48 Kreuzer, legten.

Die eigentlichen Gründer Georg Daller und Alois Sulzenbacher sind Kassier und Schützenmeister.

Nach der Volljährigkeit wurde Georg Daller 1872, im Alter von 21 Jahren,  Schützenmeister und behielt dieses Amt bis zu seinem Tod 1882 im Alter von
32 Jahren.

                               
                                           
                                                   Bild 2: Georg Daller


Für den 19. und 20. Mai 1872 wurden die Mitglieder der Zimmerstutzengesellschaft Birkenstein zum ersten Haupt- und Endschießen eingeladen.
Die Einladung und die Bestimmungen dazu sind noch im Original erhalten und im Besitz der Schützengesellschaft Fischbachau.


Einladung
An die Mitglieder der Zimmerstutzengesellschaft Birkenstein zu den ersten Haupt- Endschießen, welches am Sonntag, den 19. Mai Nachmittag 2 Uhr beginnt und bis Abends 7 Uhr dauert; nihmt am darauffolgenden Tage um 11 Uhr Mittags wieder seinen Anfang und Abends Schlag 6 Uhr sein Ende, wo dann gerittert und die Preise vertheilt werden. Jeden Tages wird während der Maiandacht ausgesetzt.

Gewinnste:
Haupt mit    3 seidenen Fahnen
Glück mit    3       „            „
Ehren mit    2       „            „
Würger mit 2       „            „
Vogel mit    1       „         Fahne
Summa  =  11 seidene Fahnen

Einlage eines jeden Herrn Schützen, ohne Prozent-Abzug:
Auf dem    Haupt      3 Schuss     a 4 Kr.                         12 Kr.
„     „         Glück     30    „          a 2 Kr.                           1 M.   –   „
„    der Ehrensch.      1    „             6 Kr.                           6  „
„      den Würger      16   „                                                15  „
„       „       Vogel     unbestimmte Schusszahl                   6  „
           Standgebühr                                                                   15  „
                                                 Ganze Einlage                1 M. 54 Kr.


Bestimmungen:
  1.  Abgezogen wird nach Kreis und Einlage Haupt-, Glück- und Ehrenscheibe
             gleich, Würger mit zwei Fahnen.
  2. Auf den Würger kann jeder Herr Schütze, nach den bestimmt gemachten 
16 Schüssen unbeschränkt fortschießen, aber pro Schuss 1 Kr. zu bezahlen.
  3. Auf den Vogel wird nach gezogener Nummer geschossen, von eins bis zum Letzten; wer seinen eigenen laufenden Nummer nach zweimal Rufen des Schreibers überhört, so hat der treffende Nummer an seine Stelle zu treten.
NB: Wer bei der Vogelauslosung nicht anwesend ist, muss sich mit der nächst treffenden Los-Nummer begnügen.
  4. Den Vogel-Preis erhält derjenige Herr Schütze, welcher den Vogel vom Pfahle schießt.
  5. Auf den Vogel kann nur Montag geschossen und außer demselben nur ein Bestes gewonnen werden.
  6. Die Gewinnste folgen nach der Reihe erstens Ehren, zweitens Haupt, drittens Glück und viertens Würger.
  7. Auf den Haupt, Ehren und Vogel wird nach bestimmter Zeit des Schützen-Comites geschossen.
  8. Sollte zu einer Zeit zu viele Schützen am Stande kommen, so hat der Schützenmeister das Recht dieselben einzuteilen.
  9. Jeder Herr Schütze darf einen Bekannten hinzu einladen, mit dem Bemerken, auf die Preise Verzicht zu leisten.
  10. Derjenige Herr Schütze hat sich aber mit den Geladenen, vor Beginn des Schießens bei dem Schützenmeister zu melden.
  11. Jeder Herr Preisträger hat dem Zieler wenigstens 9 Kr. zu geben und das Stangl einzuliefern oder zu saldieren.
  12. Jeder Herr Schütze, der ein Gewehr entleiht, hat dem Eigenthümer wenigsten 18 Kr. zu bezahlen.
  13. Ein Herr Schütze, der zur Scheibe geht, außer den Ausschussmitgliedern, wird mit 6 Kr. bestraft.
  14. In ungewiss vorkommenden Rechtsstreitigkeiten hat jeder Herr Schütze die Ausschussmitglieder strengstens zu beachten, von welchen auf Verlagen näherer Aufschluss darüber erteilt wird.
  15. Alle übrigen erwachsenden Kosten werden durch die Gesellschaftskasse bestritten.
  16. In allen vorkommenden Fällen entscheidet die kgl. bayerische Schützenordnung


Der Name eines Vereins wurde in dieser Zeit stets dem Ort oder dem Namen des
Schießlokals angepasst.

Als Alois Sulzenbacher ein paar Jahre später nach Passau zog, sah sich die Schützen-
gesellschaft nach einem neuen Schießlokal um.


Sie wechselte in die historische Gaststätte in Marbach und nannte sich von da an
„Zimmerschützengesellschaft Fischbachau“.

Dass es sich bei den Bezeichnungen Zimmerschützengesellschaft Birkenstein und
Fischbachau in den erhaltenen Schriftstücken um ein und dieselbe Gesellschaft handelt, beweist ein Brief von Georg Daller an die Vorstandschaft, der folgendermaßen beginnt:

„Der Gründer der Zimmerschützengesellschaft Birkenstein, jetzt den Namen Fischbachau führend, erlaubt sich einige wahrheitsgetreuen Worte an deren Vorstandschaft zu notifizieren.“

Außer den bereits angeführten Schriftstücken sind aus der Zeit von 1874 bis 1878 noch einige Einladungen, Protokolle, Bestimmungen und Tagesordnungen von Generalversammlungen der Schützengesellschaft Fischbachau erhalten.

Das Protokoll der Generalversammlung vom 11. November 1876 enthält unter anderem den Beschluss, dass in Zukunft kein Kaliber mehr zugelassen wird, das über Nr. 14 schießt. Dieses Protokoll wurde auch von Andreas Pichler, dem damaligen Pächter des Gasthofes Marbach unterzeichnet.


Im Oktober  1878  gibt sich die Schützengesellschaft, jetzt unter dem Namen

„Zimmerstutzen-Gesellschaft Birkenstein“ 


folgende Statuten, von denen eine am 3. August 1883 beglaubigte Abschrift vom Original noch erhalten ist:

Der Zweck dieser Gesellschaft dient besonders während der Wintermonate zur Schießübung und fröhlichen Abendunterhaltung.
 
Diese Unterhaltungen bestehen mit Beginn des Winters aus einem Anfangsschiessen, alle 14 Tage einem Vortelschiessen und mit Beginn des Sommers folgt das Endschiessen.

Die Vorstandschaft besteht aus 2 Schützenmeistern und einem Kassier, welche jährlich von den gesamten Mitgliedern gewählt werden.


Die Aufnahme der neuen Mitglieder geschieht durch die Vorstandschaft. In Zweifelsfällen entscheidet die Abstimmungsmehrheit der gesamten Mitglieder.
Jedes hereintretendes Mitglied hat 1 M. Aufnahmegebühr und alljährlich 2 M. Jahresbeitrag zu entrichten.

Zuwiderhandlungen über Anordnungen der Vorstandschaft werden nach
§34 und 35 Absatz a u. b und § 25 der k. b. Schützenordnung bestraft.

In allen übrigen Fällen entscheidet die k. b. Schützenordnung.

Im Oktober 1878
die Vorstandschaft der Zimmerstutzengesellschaft Birkenstein

Kassier                   1.Vorstand                  2. Vorstand
Rühamer                 Daller                         Stöger
 
Dass die Abschrift gleichlautet mit dem Original bestätigt am 3. August 1883 

Gemeindeverwaltung
Unterschrift


1882 wurde Andreas Eder zum Nachfolger des verstorbenen Georg Daller gewählt und führte die Gesellschaft bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges im Jahre 1914.

Er hatte in dem damaligen Schießlokal in Birkenstein einen Kramerladen, weshalb die Gaststätte den Namen „Kramerwirt“ erhielt.

                                             
                                                       
                                                                Bild 3: Andreas Eder


Aus den erhaltenen Teilnehmerlisten der Jahre 1883-1885 geht hervor, dass auch der Lehrer Georg Rotter, der 1883 in Fischbachau den zweitältesten Trachtenverein gründete, ein eifriger Schütze war. Er war in den Jahren 1875 bis 1885 Mitglied des Vereins.

Wie aus den im Miesbacher Anzeiger veröffentlichten Preislisten ersichtlich, waren bei den Hauptschießen in Birkenstein stets auch Gäste aus den umliegenden Orten, aber auch aus Feilnbach, Hausham, Rottach und Schliersee am Stand. Umgekehrt ließen es sich Fischbachauer Schützen nicht nehmen, auch deren Veranstaltungen zu besuchen. Die Tradition, Schießen von Vereinen der näheren und weiteren Umgebung zu besuchen wird bis in die heutige Zeit von den Fischbachauer Schützen gepflegt.


Seit 1890 ist ein Kassenbuch (Tagebuch) vorhanden, das mit

„Schützengesellschaft Fischbachau zu Birkenstein“ 


beschriftet ist und die Aufzeichnung der Finanzen bis 1958 enthält.


Aus diesem Kassenbuch geht hervor, dass in den Jahren 1893-94 das Vereinsdomizil vom Kramerwirt in Birkenstein in die Gaststätte des Adam Kulzer, Postwirt in Fischbachau wechselte.

Ab dem Jahr 1903 wird das Mitgliederverzeichnis in einem gesonderten Buch geführt.

1910 war im Miesbacher Anzeiger zu lesen:

Der älteste aktiv teilnehmende Feuerschütze Bayerns beim Jubiläums-Oktoberfestschießen auf der Theresienwiese, anlässlich des 100jährigen Bestehens des Oktoberfestes, war ein Fischbachauer, nämlich Kaspar Schmid, „Büchserer“ in Faistenau,
86 Jahre alt.  
Aus diesem Anlass wurde ihm der Alterspreis, eine von Prinzregenten Luitpold gestiftete Standarte, überreicht. 
Kaspar Schmid starb noch im gleichen Jahr, am 21. Dezember 1910.
1875 hatte er das „Büchserer“ - Anwesen in Faistenau gebaut und war dort als Büchsenmacher, der noch selbst die Läufe ausbohrte, die Schlösser schmiedete und die Schäfte kunstvoll schnitzte, tätig.



                       






                                   
                                                                         
                                                                      Bild 4: Kaspar Schmid


Mit dem Beginn des 1. Weltkrieges 1914 kam der Schießbetrieb zum Erliegen.


In das Kassenbuch der Schützengesellschaft Fischbachau wird erst 1924 der nächste Eintrag durch den Kassier, Wilhelm Bürli, gemacht:

„Am 1. August 1914 brach der große Weltkrieg aus, welcher mit der Revolution im November 1918 endete. Während dieser Zeit wurden keine Schießen abgehalten, da alles, bis auf die alten Schützen, eingerückt und somit alles beim Schießen war.
Zu Winteranfang 1919 wurde mit den regelmäßigen Schießen wieder begonnen und zwar von den drei Gesellschaften Fischbachau, Birkenstein und Hammer und zwar bis 1923. Während dieser Zeit herrschte die furchtbare Geldentwertung und zwar, dass der Wert einer Goldmark bis zu einer Billion stieg, das ist 1 x 1.000.000.000.000.
Da das Geld von Tag zu Tag an Wert verlor, wurden keine Eintragungen mehr vorgenommen.“

Von 1919 bis 1924 werden im Mitgliedsbuch der Schützengesellschaft Fischbachau ca. 30 Schützen geführt.

Von 1919 bis 1921 war Ludwig Neubauer und dann bis 1924 Josef Ertl Schützen-meister.

Es wurden zwar Schießen abgehalten, aber wegen der Inflation keine Kasse geführt.

Erst 1924, nach der Stabilisierung der Währung, war der Kassier wieder in der Lage ein ordnungemäßes Kassenbuch zu führen.

III. Die Schützengesellschaft Trach


Der Schützenmeister der Schützengesellschaft Fischbachau, Andreas Eder , der auch ein begeisterter Feuerstutzenschütze war, gründete im Jahre 1885 zusammen mit einigen Jägern und Forstleuten aus Fischbachau und Bayrischzell und befreundeten Fischbachauer Schützen eine

„Schützengesellschaft in Trach“,

um dadurch die Erlaubnis zum Bau eines Feuerstutzenstandes am Seestall zu erhalten.

Die Pläne und Anträge hierfür,

sowie ein Verzeichnis vom 22. Juli 1885,
das folgende Mitglieder aufführt
  • Eder Andreas Privatier in Fischbachau,

  • Estner Anian Bauer in Trach, 

  • Gerg Benedikt bayerischer Jagdgehilfe in Fischbachau, 

  • Hohenadl Wolfgang k. Forstgehilfe, 

  • Hummel Mathias herzogl. Jagdgehilfe in Bayrischzell, 
  • Leitner Johann k. Förster in Bayrischzell, 

  • Sutor Johann k. Oberförster in Fischbachau

  • Pitzner August Ingenieur in München
und die Statuten der Gesellschaft, mit folgendem Wortlaut
Besondere Bestimmungen
Der Schützengesellschaft in Trach 
Die Errichtung der Schießstätte in Trach, sowie die Gründung einer Feuerschützengesellschaft hat den Zweck, den hiesigen Feuerschützen Gelegenheit zu geben sich in der Handhabung des Scheibengewehres in Übung zu erhalten.
 
Zu diesem Zwecke genügen gelegentlich festgesetzte Kringelschießen und sollen keine eigentlichen Schießen mit Besten abgehalten werden.
 
Ausübende, zweijährige Mitglieder einer die Bestimmungen der Schützenordnung vom Jahre 1868 anerkennenden Gesellschaft werden auf Vorschlag eines Mitgliedes mit einfacher Stimmenmehrheit, sonstige Vorgeschlagene mit 2/3 Stimmen stimmlicher Mitglieder aufgenommen. 
In beiden Fällen ist dreiwöchentliche Anmeldefrist notwendig. Über Ausschluss eines Mitgliedes, sowie über Auflösung der Gesellschaft wird mit Stimmenhälfte der Mitglieder beschlossen.
 
Die Aufnahmegebühr beträgt 2 Mark; weiter wird nur eine Standgebühr in der Höhe der zu ersetzenden Auslagen erhoben.
 
Der Ausschuss wird auf die Dauer von 3 Jahren gewählt und zwar für die Jahre 1885, 1886 und 1887:
J. Sutor  k. Oberförster als 1. Schützenmeister
A. Estner Bauer in Trach als 2. Schützenmeister
A. Eder Privatier als Kassier
 
In allen übrigen Fällen entscheidet die Schützenordnung vom Jahre 1868

 
Fischbachau 22. Juli 1885 

J. Sutor k. Oberförster

 sind noch erhalten.

Aus einigen Schreiben geht hervor, dass das erforderliche Gelände jeweils für 3 Jahre gepachtet wurde.

Forstmeister Sutor war Schützenmeister der Schützengesellschaft in Trach. Er war ein hochangesehener Bürger der Gemeinde Fischbachau und deren Ehrenbürger.

                                     
                                                      Bild 5: Johann Sutor

Ab 1890 ist über diese Schießstätte und den Schützenverein in Trach nichts mehr zu erfahren.

IV. Die Schützengesellschaft Hammer

Ebenfalls im Jahre 1885 entsteht im heutigen Ortsteil Hammer die

„Schützengesellschaft Edelweiß in Maxjosephthal“

und gibt sich folgende Statuten, die als beglaubigte Abschrift erhalten sind:
Statuten der Schützengesellschaft  
Edelweiß in Maxjosephthal 
im Gasthause am Hammer Gem. Fischbachau


§1 Zweck dieser Schützengesellschaft ist die Vereinigung der Mitglieder zu
     gemeinschaftlichen Schießübungen und geselligen Unterhaltung während der
     Wintermonate.
§2 Jeder unbescholtene Mann, welcher das 18. Lebensjahr zurückgelegt hat, ist
     zur Aufnahme in die Schützengesellschaft befähigt.
§3 Die Verwaltung der Gesellschaftsangelegenheiten besorgen zwei Schützenmeister
     und ein Kassier, welche jährlich in einer durch die Gesellschaft abzuhaltenden
     Generalversammlung gewählt werden.
§4 Die Aufnahmegebühr beträgt eine Mark, der Jahresbeitrag eines Mitgliedes
     ebenfalls eine Mark.
§5 Im übrigen sind für alle Fälle die Paragrafen der königlich bayerischen
     Schützenordnung vom 25. August 1868 maßgebend.

Im Namen des provisorischen Ausschusses
 der Zimmerstutzen-Schützen-Gesellschaft
Edelweiß im Maxjosephthal  
Günthör

Weitere Unterlagen, bis auf einige Erwähnungen im Miesbacher Anzeiger, aus denen hervorgeht, dass das Gasthaus Fischeralm Schießlokal der Maxjosephthaler war, sind von dieser Gesellschaft, die bis 2. März 1924, später unter dem Namen


„Schützengesellschaft Fischeralm“

und

„Schützengesellschaft Hammer“


mit dem langjährigen Schützenmeister Josef Noichl besteht, nicht mehr auffindbar.




                                                     
                                   
                                          Bild 6: Gasthaus Fischeralm um 1885



V. Die Schützengesellschaft Birkenstein


Am 27. Februar 1907 gründet sich beim Kramerwirt in Birkenstein eine „neue“

„Schützengesellschaft Birkenstein“

und gibt sich am Gründungstag folgende Bestimmungen (Statuten):


Bestimmungen der Schützengesellschaften Birkenstein
Die Schützengesellschaft führt den Namen „Schützengesellschaft Birkenstein“ und dieselbe kann nicht aus dem Orte verlegt werden.
Es können alle unbescholtenen Personen in die Gesellschaft aufgenommen werden, welche das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Die Vorstandschaft besteht aus 1. und 2. Schützenmeister, Schriftführer und Kassier. Die Aufnahme beschließt allein die Vorstandschaft mit Stimmenmehrheit. Der erste Schützenmeister hat hierbei zwei Stimmen. Gründe wegen eventueller Nichtaufnahme anzugeben ist die Vorstandschaft nicht verpflichtet.
Mitglieder welche sich strafbare Handlungen zu Schulden kommen ließen oder sich als Ruhestörer oder Gewohnheitsnörgler herausstellen werden sofort aus der Gesellschaft ausgeschlossen indem ihnen der Vorstand das schriftlich oder mündlich mitteilt. Solche einmal ausgeschlossene Mitglieder können nicht mehr aufgenommen werden. Bezahlte Einlagen werden nicht zurückvergütet.
Die Aufnahmegebühr beträgt für Gründer 1 Mark, für Nichtgründer 1,50 Mark. Der Jahresbetrag beträgt 1 Mark.
Jährlich ist wenigsten eine Generalversammlung einzuberufen, in welcher der Ausschuss neu zu wählen ist.
In allen Fällen, welche hier nicht vorgesehen sind entscheidet die bayerische Schützenordnung von Jahre 1868.
Die Paragrafen Nr. 1, 2, 4, 8 sind grundlegende Paragrafen und können deshalb nicht mehr geändert oder ausgelassen werden. Wer den Antrag auf Änderung oder Auslassung eines solchen beantragt schließt sich durch diesen Antrag selbst sofort aus der Gesellschaft aus.


Der 1.Schützenmeister ist Josef Wenhart.

Anscheinend bestand zwischen der Gesellschaft in Fischbachau, die ihr Schießlokal im Gasthof zur Post hatten und Birkenstein, die beim Kramerwirt schossen, nicht das beste Verhältnis.

Die junge und die alte Schützengesellschaft veranstalteten 1908 am gleichen Tag einen Maskenzug zu ihrem jeweiligen Schießlokal, wo anschließend das Fastnachtsschießen stattfand.

Beim Schützenkränzchen, einem Höhepunkt des Vereinsjahres, spielte in Birkenstein die Musikkapelle Fischbachau, in Fischbachau die Niklasreuther Musi.



           
                 
                  Bild 7: Fasching 1908 der Schützengesellschaft Birkenstein vor dem Kramerwirt



Das Foto zeigt die Birkensteiner Faschingsgesellschaft mit Zielern, Schützen und Maschkera vor dem Gasthof Kramerwirt.
Auf dem Balkon sieht man 21 Seidentücher, die von den Fahnenbuben beim Faschingszug mitgetragen wurden.

Leider sind auch von dieser - ebenfalls am 2. Mai 1924 aufgelösten Gesellschaft - keine weiteren Schriftstücke erhalten.

VI. Die Vereinigte Schützengesellschaft Fischbachau



Sicher hatte die überstandene Kriegs- und Wirtschaftsnot dazu beigetragen, dass die Mitglieder und Vorstandschaften der drei Schützengesellschaften den Gedanken einer Zusammenlegung der Vereine fassten.

Deshalb trafen sich, auf Einladung von Josef Ertl, dem Schützenmeister der Schützengesellschaft Fischbachau, am 2. März 1924 die Ausschussmitglieder der Schützengesellschaften Fischbachau, Birkenstein und Hammer im Gasthof zur Post in Fischbachau.

Als Versammlungsleiter wurde der langjährige Schützenmeister der Schützengesellschaft Fischeralm (nunmehr Hammer) Herr Josef Noichl gewählt.

Mit 7 gegen 3 Stimmen wurde die Zusammenlegung der drei Vereine in eine Gesellschaft mit dem Namen

„Vereinigte Schützengesellschaft Fischbachau“

mit Sitz in Fischbachau beschlossen und die Schützengesellschaften Hammer und Birkenstein aufgelöst.

Des weiteren wurde vereinbart alle 14 Tage am Samstag Abend, beginnend im November bis April, zu schießen und zwar im jährlichen Wechsel
    1924 im Gasthof zur Post in Fischbachau
    1925 im Gasthof Fischeralm in Hammer
    1926 beim Kramerwirt in Birkenstein.
verbunden mit dem üblichen Schützenkönigs- und Faschingsschießen.
Eine Änderung dieser Bestimmungen sollte nur durch Beschluss der Generalver-sammlung herbeigeführt werden können.

Zum 1.Schützenmeister wurde Josef Noichl, Baumeister aus Hammer, gewählt, sein Vertreter wurde Andreas Thaler (ab 8. November 1925 1.Schützenmeister), Kassier wurde Franz Herzog, der Wirt vom Gasthof zur Post.

                                              
                                                       
                                                          Bild 8: Andreas Thaler

In der Generalversammlung am 13.November 1927 wurde beschlossen, den jährlichen Wechsel des Schießlokales aufzuheben und zukünftig nur noch im Gasthof zur Post in Fischbachau zu schießen.

              
                                         
                                                Bild 9: Gasthof zur Post in Fischbachau


Durch die Vereinigung stieg laut Schützenbuch die Zahl der Schützen um 15 auf 47 an.
Auch in den folgenden Jahren war ein steter Aufschwung zu verzeichnen.

Der Faschingszug 1928 vom Oberwirt in Birkenstein nach Fischbachau zum Gasthof zur Post fand bei minus 20 Grad statt.

             
               
    Bild 10/11:  Wilhelmine „Minni“ Bürli, die Tochter von Wilhelm Bürli, als Schützenliesl
                                            und  Andreas Thaler im Fasching 1928


Von Josef Ertl wurde in der Generalversammlung am 4. November 1928 der Antrag gestellt, eine Münz- bzw. Talersammlung für die Anschaffung einer Schützenkette anzulegen.
Der Beschluss wurde gefasst, obwohl die meisten der Anwesenden wenig Hoffnung hatten, dieses Ziel in absehbarer Zeit erreichen zu können.
Doch bereits am nächsten Tag setzten die Spenden so rege ein, dass schon 6 Tage später, am 10. November 74 Taler gesammelt waren.
Der Kunstmaler und Schütze Jakob Schoneveld von der Cloet übernahm, nachdem er schon eine umfangreiche Talerspende gemacht hatte, auch noch die Kosten von 245 Reichsmark für die Fertigstellung, die von Juwelier Anton Baumann durchgeführt worden war.
Der erste Schützenkönig, dem die Kette verliehen wurde, war Engelbert Parzhuber, Wagnersohn von Fischbachau.


                                    
                                   
                                      Bild 12: Hans Brandstätter mit der Schützenkette von 1928
                                    (es wurden noch keine Taler mit Namensschild der Könige angehängt)




Etwa zu gleicher Zeit wurde von der Gesellschaft auf der Steinwies über dem Wolfsee eine Kleinkaliberschießstätte errichtet.

Der Kleinkaliberschießverein war ein Zweig der Schützengesellschaft mit eigener Kasse.

Als zu Beginn des dritten Reiches die SA diesen Schießstand in Beschlag nahm, fanden, nach Aussagen von Zeitzeugen, bald keine KK-Kranzl mehr statt.



           

                                  
                         
                                 Bild 13: Kleinkaliberschießstand auf der Steinwies


                                   
                                             
                                                           Bild 14: Kleinkaliberschützen 1934
                      stehend von links: Wilhelm Bürli, Gustav Schaller, Anton Gasteiger,  Alois Dialler,
                                             kniend von links:   Lorenz Gruber, Emmling, Ballhuber


Nach dem Krieg war der Schießstand vollkommen verfallen.

In der Generalversammlung am 30. November 1930 wurde beschlossen, dass die Neuwahlen der Vorstandschaft und des Ausschusses nicht mehr alle Jahre, sondern alle 3 Jahre stattfinden sollen.

Da der Kassenbestand mittlerweile als sehr gut empfunden wurde, verzichtete die Gesellschaft 1931 und 1932 auf die Mitgliedsbeiträge.

Bis 1939 verlief der Zimmerstutzenschießbetrieb normal, das dritte Reich forderte jedoch vermehrte Abgaben.
Da gab es die Stagma, Steuern an Gemeinde und Bezirk, die Winterhilfe und die deutsche Sporthilfe.
Es mussten auch die Kosten für die Zeitschrift „Der deutsche Schütze“ aufgebracht werden.

Ab Herbst 1939 ruhte der Schießbetrieb.

Der Kassenbestand wurde durch die laufenden Abgaben aufgezehrt.

Die Gesellschaft schuldete Ende 1944 dem Kassier Wilhelm Bürli 18,60 Mark, die durch Spenden und den Verkauf von noch vorhandener Munition aufgebracht wurden.


                                      

                                                      Bild 15: Wilhelm Bürli


Wilhelm Bürli war der Dreh- und Angelpunkt der Schützengesellschaft.
In seiner Malerwerkstatt wurden Scheiben und Munition aufbewahrt, er erledigte alle anfallenden Arbeiten und war auch ein guter Schütze.
1955 wurde er im Alter von 70 Jahren noch Schützenkönig.

Sein Wahlspruch lautete:

„Die Ruhe sei dem Menschen heilig, nur der Verrückte hat es eilig!“

Am 28. Februar 1953 fand die erste Mitgliederversammlung nach dem Krieg statt.

Im Protokollbuch, das seit 1924 geführt wurde, steht zu lesen:

28.2.1953 
Nach 14 „jähriger“ Pause hat sich die Schützengesellschaft Fischbachau wieder gefunden. 5 Jahre Krieg ließen die Reihen der Schütze auch lichten und Schützenmeister Andreas Thaler gedachte am Anfang der Versammlung der verstorbenen und gefallenen Mitglieder.
Besprochen wurden:
Mitgliedsbeiträge und Einlagen zum Schießen.
Beitrag mit Versicherung pro Jahr 5 DM, Aufnahmegebühr 1 DM, Einlage bei Preisschießen 3 DM, für Ringscheibennachkauf wurden -,30 DM festgelegt.



Im Kassenbuch steht zu lesen:

„Im September 1939 bricht der zweite Weltkrieg aus. Das Schießen wurde eingestellt, Munition gab es keine mehr, hätte sich bei den wenigen alten Mitgliedern nicht gelohnt. Im Krieg gefallen ist unser Mitglied Leonhard Härter. Gestorben sind in der Nichtschieß-Periode unsere Kameraden:
Hans Bauer, Wirt, Josef Ballhuber, Zimmerer, Josef Noichl, Baumeister.
Anfang Mai 1945 war der Krieg zu Ende. 
Fischbachau wurde von den Amerikanern besetzt und alle Waffen mussten bei Todesstrafe abgeliefert werden, alle Vereine, mit Ausnahme der Trachten-, Musik- und Liedertafel waren verboten, brauchten aber einwandfreie Bürgen. 
1952 gab es Amnestie für den Besitz von Zimmerstutzen gegen Waffenschein für 100.- D Mark, später auf 50.- D Mark reduziert und erst Ende 1952 wurden sie freigegeben. So konnten nur wenige Stutzen gerettet werden. 
1948 kam dann die Währungsreform. Die Reichsmark wurde in Deutsche Mark umgeändert. Für eine Reichsmark bekam man 10 bzw. 6 Deutsche Pfennig. 
Am 28. Februar 1953 hielte wir wieder das erste Schießen ab. Es sind ca. 10 Stutzen vorhanden, Schießstände, Aufzeigvorrichtungen etc. mussten neu beschafft werden. 
Fischbachau, den 28. Februar 1953
Wilhelm Bürli, Kassier“

             
         
Die Mitgliederzahl war, trotz 11 Neuaufnahmen auf 21 geschrumpft.

Am ersten großen Schießen des Gaues Holzkirchen, das 1953 in Schliersee beim Mesnerwirt durchgeführt wurde, waren von Fischbachau Georg Göttfried und Anton Gasteiger sen. beteiligt.
Georg Göttfried belegte den zweiten Platz und  gewann einen Anzugstoff.

Als der Schießbetrieb in der Gesellschaft wieder lief, dankten bei der Generalver-sammlung vom 16. Oktober 1954 der Schützenmeister Andreas Thaler und der Kassier Wilhelm Bürli ab.
Beide hatten ihr Amt 30 Jahre inne und waren der Meinung, dass jetzt eine neue Generation an der Reihe wäre.

Sie wurden 1954 zu Ehrenmitgliedern ernannt und erhielten als Dank für ihre treue und aufopfernde Tätigkeit 1961 das von Prinz Albrecht von Bayern gestiftete Protektoratsabzeichen in Gold.

Georg Göttfried wurde erster Schützenmeister und behielt dieses Amt bis 1962.

                                           
                                               
                                                      Bild 16: Georg Göttfried

In seiner Amtszeit traten die ersten Luftgewehrschützen am Stand an.

Die Mitgliederzahl stieg auf über 50 an.

Bei den Kranzlschießen waren immer einige Schützen aus Schliersee, Bayrischzell und Osterhofen in Fischbachau zu Gast.

Da bereits ab 1953 die Schützenkönige einen Taler mit Namensplakette stifteten, wurde die Schützenkette 1961 von Juwelier Benno Lindner neu gefasst.

                                            
                               
                                Bild 17: Anton Gasteiger mit der neuen Schützenkette


Anfang 1962 wurde beschlossen, Leistungsabzeichen für die 8 besten Poletten
(20 Schuss) einer Schießsaison zu vergeben. Bei einem Durchschnitt von > 80 Ringe in Gold, 70 - 80 Ringe in Silber und 60 - 70 Ringe in Bronze.

Außerdem wurde beschlossen, dass zwar auswärtige Schützen, die keine Stammkarte besitzen bei Kranzl- und Königsschießen zugelassen sind, jedoch nur noch Vereins-mitglieder Schützenkönig werden können.

In der Generalversammlung  am 29. November 1962 wurde der 23-jähige Anton Gasteiger jun. zum 1. Schützenmeister gewählt, konnte aber sein Amt, bedingt durch einen schweren Unfall, bei dem sein Freund und Vereinskamerad Rudolf Hofberger ums Leben kam und er selbst lange Zeit im Krankenhaus war, ab Februar 1963 nicht mehr weiter ausüben.

Er wurde bis zu den Neuwahlen am 19. November 1965, bei der das Amt auf Max Puille (sprich Püll) überging, vom 2. Schützenmeister Georg Göttfried vertreten.

Während der dreijährigen Amtszeit von Max Puille fand am 29. Januar 1966, im Anschluss an das Faschingsschießen, der erste Schützenball nach dem Kriege statt und wurde in den darauffolgenden Jahren zur Tradition.

Ebenfalls 1966 wurde
der Wanderpokal der Schützengesellschaft eingeführt, der jeweils an das Vereinsmitglied vergeben wird, das beim Pokalschießen die besten Blattln auf Haupt-, Ehren- und Glückscheibe hat und
ein Vereinsabzeichen entworfen und bestellt.

In der Generalversammlung am 22. November 1968 wurde Anton Gasteiger jun. erneut zum 1. Schützenmeister gewählt und behielt dieses Amt bis 2001 inne.

                                            
                                                     
                                                         Bild 18: Anton Gasteiger

Ab 1970 wurde auf die 10-kreisige Scheibe geschossen.

Die alte Sigl-Teilermeßmaschine wurde entsprechend umgebaut und 1973 eine neue zum Preis von DM 1.030,- gekauft.

Am 13. Februar 1975 erfolgte die Auslieferung der, bei der Firma John in Ingolstadt gekauften elektrischen Scheibenzuganlagen.
Dadurch wurden die Schreiber überflüssig.

Pro Schießen waren ca. 30 Schützen am Stand.
Leider konnten nur 8 bis 10 Kranzl im Jahr abgehalten werden.

Als sich im Winter 1975/1976 fünf Fischbachauer Schützen zufällig auf einer Alm am Breitenstein trafen, hatten sie die Idee, im Sommer ein Almschiessen durchzuführen. Da viele Musikanten in den Reihen der Schützen waren und es auch heute noch sind, versprachen sie, ihre Instrumente mitzubringen.
So wurde am 12. Juni 1976 in der Hubertushütte, die der 1. Schützenmeister Anton Gasteiger gepachtet hatte ein Luftgewehrschießen abgehalten.
Es waren 28 Schützen und die Blaskapelle Fischbachau anwesend.
Anschließend gab es eine zünftige Hüttenfeier.
Dieses Almschießen fand dann jährlich bis 1978 in der Hubertushütte (dann beendete Anton Gasteiger leider seine Zeit als Hüttenwirt) und von 1979 bis 1981 auf der Kesselalm statt.

Als der Gau in den siebziger Jahren Rundenwettkämpfe ausschrieb, beteiligte sich die SG Fischbachau von Anfang an mit 2 Mannschaften daran.
Die erste Mannschaft qualifizierte sich für die B-Klasse und kämpfte in dieser bis 1979 und stieg 1980 in die A-Klasse und 1981 in die Gauklasse auf.

Da der Stand im Gasthof zur Post zu klein war und selten zur Verfügung stand, mussten nahezu alle Heimkämpfe auswärts ausgetragen werden.

Dadurch und durch Auflagen der Behörden und den hohen Aufwand beim Auf- und Abbau der notwendigen Verkleidungen und Abdeckungen wurde der Schießbetrieb im Saal des Gasthofes zur Post immer schwieriger.

Deshalb wurde bereits ab Mitte der siebziger Jahre nach einer geeigneten Räumlichkeit gesucht, die den Schützen ganzjährig zur Verfügung steht.

Große Hoffnungen machte man sich auf die Tenne des alten Pfarrhofes, als dieser für die Aufnahme der Gemeindeverwaltung umgebaut wurde.
Im Januar 1979 zerstreuten sich alle Hoffnungen, als der Gemeinderat beschloss, den Raum für Diavorträge und Gästebetreuung zu nutzen.
Ersatzvorschläge einiger Gemeinderatsmitglieder ließen erkennen wie wenig sie sich für das Schützenwesen interessieren und wie wenig Ahnung sie davon hatten.

Der Besitzer des Hotels Maximilian, Max Puille, baute 1980 in einem neuen Anbau des Hotels im Keller zwei Kegelbahnen und schlug vor, dort auch einen Schießstand mit Aufenthaltsräumen zu errichten. Eine ganzjährige Nutzung, solange der Hotelbetrieb unter seiner Leitung ist, wurde von ihm zugesichert.

Obwohl es allen Mitgliedern der Gesellschaft schwer fiel, sich vom Gasthof zur Post und dessen Besitzern, der Familie Fuchs, zu trennen, wurde der Vorschlag in einer eigens dafür einberufenen Mitgliederversammlung am 23. Dezember 1979 mit 19 zu 12 Stimmen, bei einer Enthaltung angenommen.

Im Frühjahr 1981 war Baubeginn. Die Schützen übernahmen den Innenausbau.
Dank der fleißigen Mithilfe der Mitglieder war es bereits am 18. Dezember 1981 möglich, das erste Schießen im Hotel Maximilian abzuhalten.


Das offizielle Eröffnungsschießen mit anschließender Feier fand, unter Anwesenheit des Bürgermeisters von Fischbachau, Bartl Göttfried, des Gauschützenmeisters, Franz Ranner und fast 50 Schützen, am 29. Januar 1982 statt.

                         

                                       Bild 19: Schießstand im Hotel Maximilian


Dank großzügiger Spenden der Schützen, konnte noch im gleichen Jahr ein Kruzifix mit Korpus Christi, gefertigt von der Holzschnitzerin Albina Hacker, für den oberen Aufenthaltsraum gekauft werden.

                         

                                        Bild 20: Schützenstüberl im Hotel Maximilian

Seitdem konnten jede Saison satt 10 bis 12 Kranzlschießen bis zu 25 abgehalten werden, bei denen durchschnittlich 35 Schützen am Stand waren.
Verbunden mit den jetzt vorhandenen Trainingsmöglichkeiten für die Jugend und die Sportschützen war ein enormer Leistungsanstieg zu verzeichnen.
Waren in den 70er Jahren nur jeweils 2 Schützen aus Fischbachau bei den Meister-schaften beteiligt, qualifizierten sich in den 80er Jahren des öfteren 6 und mehr für die Bezirks- und Bayerische Meisterschaft.
Die 1. Mannschaft stieg 1982 von der Gau- in die Bezirksliga auf.
Den Aufschwung, den die Gesellschaft seit 1980 erlebte, kann man auch an der Zahl der Jungschützen, die zeitweise auf über 15 anstieg und an zahlreichen Erfolgen Fischbachauer Schützen bei Meisterschaften und Preisschießen in Nah und Fern  erkennen.

Hans Bauer und Leonhard Brader erringen in den 80er Jahren mit der Mannschaft der FSG Miesbach Oberbayerische, Bayerische und Deutsche Meistertitel mit dem Zimmerstutzen.

Vom 3. bis 5. März 1983 wurde, organisiert von Hans Bauer, das erste Gemeindeschießen abgehalten.
Es kamen 56 Mannschaften von Behörden, Betrieben und Vereinen mit zusammen 277 Schützen an die Schießstände.
Diese Tradition wurde bis heute mit teilweise über 70 Mannschaften und über
400 Teilnehmern fortgesetzt.

Von 2004 bis 2011 musste es wegen zu vieler Parallelveranstaltungen und Schwierigkeiten bei der Bewirtung der vielen Teilnehmer abgesetzt werden.

In der folgenden Zeit trug die durchgeführte Jugendarbeit Früchte. Marianne Brader qualifizierte sich Mitte der 90er Jahre bis in den Kader des Bayerischen Schützenbundes und wurde 1994 mit dem Kleinkaliber-Standartgewehr Bayerische Jugendmeisterin und 1996 im KK-Liegendkampf Bayerische Meisterin.

Im April 1993 wird, unter Zugrundelegung der Statuten der Schützengesellschaft Birkenstein von 1878, eine neue Satzung erarbeitet. Um die Anerkennung als gemeinnütziger Verein zu erhalten, musste von Amts wegen auf den Zweck „fröhliche Abendunterhaltung“ verzichtet werden. Auch der Name wurde wieder auf „Vereinigte Schüzengesellschaft Fischbachau“ geändert, nachdem sich seit 1924 diese Bezeichnung langsam verloren hatte.

Der Eintrag ins Vereinsregister erfolgte am 24. Januar 1994 im Amtsgericht Miesbach unter der Geschäftsnummer VR 568.

Im Mai 1993 findet in der Wolfseehalle in Fischbachau erstmals ein Gauschützenball statt.
Die Musikkapelle Fischbachau spielte zum Tanz auf.

Im März 1996 findet das Gauschießen des Schützengaues Holzkirchen, verbunden mit dem 125jährigen Gründungsjubiläum der Schützengesellschaft in Fischbachau statt. Zu diesem Zweck wurde die Wolfseehalle durch den Einbau von 16 Schießständen in eine Schützenfesthalle umfunktioniert. Dank der großzügigen Unterstützung vieler Spender und Helfer wurde das Schießen ein großer Erfolg. Der Wert der ausgelobten Preise lag bei über 30.000 DM. Durch die Beteiligung von 186 Pistolenschützen konnte eine Rekordbeteiligung erreicht werden. Es fanden sich über 900 Schützen aus dem gesamten Schützengau ein.

Einige Wochen später, am 11. Mai, fand nun schon zum zweitenmal, der Gauschützenball in der Wolfseehalle statt.


Am 31. Mai 1997 übernimmt die Schützengesellschaft die Aufstellung und danach die Pflege eines neuen Gipfelkreuzes auf dem Ostgipfel des Breitensteins, da das 1970 vom Kur- und Fremdenverkehrsverein Bad Feilnbach aufgestellte Kreuz von einem Blitz zerstört worden war. Die Kreuzweihe fand am 15. Juni 1997 durch Pfarrer Elmar Mair und Diakon Udo Brünker satt.

                                     

                                              Bild 21: Gipfelkreuz am Breitenstein

In der Ausschusssitzung am 6. April 1999 berichte Leonhard Brader von einer Veranstaltung bei der ihm der 1. Bürgermeister von Fischbachau, Franz Sellmayr für ein neues Schützenheim ein Grundstück im Industriegebiet in Aussicht gestellt habe.
Die Diskussion über ein Für und Wider, bei der auch der anstehende Verkauf des Hotels Maximilian angesprochen wurde, führte zu keinem Ergebnis.

Der Schützenmeister beschloss, diese Angelegenheit neutral der Mitgliederversammlung am 23. April zur Abstimmung vorzulegen.

Dort prallten die Gegensätze erneut aufeinander. Die finanziellen Möglichkeiten des Vereins wurden kontrovers gesehen. Gemeinderatsmitglied Andreas Auracher zeigte sich sehr verwundert über die Aussage des Bürgermeisters und wies insbesondere darauf hin, dass die Gemeinde Grundstücke nicht umsonst hergeben könne. Es sei nicht gut, von Wirten wegzugehen, meinte er, wenn es denn aber sein muss, es zusammen mit anderen Vereinen unter Hinzuziehung der Gemeinde zu versuchen. Unter diesen Voraussetzungen sei es besser, alle Wirte anzuschreiben und einen Vertrag auf 30 bis 50 Jahre auszuhandeln meinte Johann Bauer. Der Schützenmeister Anton Gasteiger beendete die Debatte mit der Feststellung, wenn ein Neubau notwendig ist, dann mit einem anderen Schützenmeister, er persönlich verkrafte das nicht.

In der Ausschusssitzung am 29. September 1999 stellte Anton Gasteiger klar, keine Umfrage bei den Wirten starten zu wollen, solange die Sache nicht akut sei.

Bei den Neuwahlen zur Vorstandschaft wird am 24. April 2001 Georg Grimm zum
1. Schützenmeister gewählt; 2. Schützenmeister wird Ludwig Birner.


                                                
                                                                   
                                                                        Bild 22: Georg Grimm

In der Ausschusssitzung am 3. November 2001 weist Leonhard Brader erneut darauf hin, dass durch   die anstehende Nutzungsänderung des Hotels Maximilian in ein Behindertenwohnheim mit einem neuen Pächter 

und die bestehenden Vorschriften des Bayerischen Schützenverbandes für Rundenwettkämpfe 

ein neuer Schießstand notwendig wird. Er regt an, gemeinsam mit der Gebirgs-schützenkompanie Elbach-Leitzachtal, die derzeit im Gasthof Sonnenkaiser schießt, bezüglich der Bereitstellung eines geeigneten Geländes und finanzieller Zuschüsse mit der Gemeinde Fischbachau Kontakt aufzunehmen.

Ohne Gegenstimme wird in der Ausschusssitzung am 23. November 2001 beschlossen einen neuen Schiessstand anzustreben. Neben den Gebirgsschützen sollte auf die Waldjugend und andere Ortsvereine bezüglich Interesse an einer Zusammenarbeit zugegangen werden.

Am 9. April 2002 konnte dem Ausschuss berichtet werden, dass die Elbacher Gebirgsschützenkompanie an einem gemeinsamen Schützenhaus, möglichst im Bereich Hauptschule/Schwimmbad sehr interessiert ist.

In der Hauptversammlung am 23. April 2002 werden der langjährige
1. Schützenmeister Anton Gasteiger und sein Vertreter, der ebenfalls langjährige
2. Schützenmeister Heinrich Hofberger zu Ehrenschützenmeistern ernannt.

Da Georg Grimm wegen beruflicher Überlastung nicht mehr kandidiert wird in der  Hauptversammlung am 25. April 2004 Ludwig Birner zum 1. Schützenmeister gewählt. 2. Schützenmeister wird Ehrenschützenmeister Anton Gasteiger.


                                  

                                                  Bild 23: Ludwig Birner

Am 31. März 2005 findet eine erste gemeinsame Ausschusssitzung mit der Gebirgsschützenkompanie Elbach-Leitzachtal statt. Es wird vereinbart, bei der Gemeinde einen schriftlichen Antrag zur Errichtung eines Schützenhauses, verbunden mit der Bitte um Unterstützung und insbesondere um ein geeignetes Grundstück, zu stellen.
Der Antrag wird in der Hauptversammlung am 10. April 2005 dem Fischbachauer Bürgermeister Franz Sellmayr übergeben. Dieser sichert seine volle Unterstützung zu und empfiehlt die Aufstellung eines klaren Konzeptes mit einem Finanzierungsplan und die anschließende Vorstellung im Gemeinderat.

Anlässlich der Wiedererrichtung des Gipfelkreuzes am Ostgipfel des Breitensteins durch die Vereinigte Schützengesellschaft Fischbachau vor 10 Jahren wurde am Sonntag, den 10. Juni 2007, von Pfarrer Josef Spitzhirn, eine Bergmesse zelebriert.

Die bemerkenswerte Predigt lautete:



Liebe Mitglieder der Schützengesellschaft Fischbachau,
Schwestern und Brüder im Herrn
Weithin ist es sichtbar, das Kreuz hier auf dem Breitenstein, das sie vor 10 Jahren errichtet haben. Allen, die sich damals abgeplagt und mitgeholfen haben, das durch einen Blitzschlag zerstörte Kreuz abzutragen und das neue Kreuz wieder aufzurichten, sei an dieser Stelle aufrichtiger Dank gesagt. Dank gesagt sei aber auch denen, die sich noch heute um dieses Kreuz hier oben sorgen.
Warum, und diese Frage stellt sich ja gerade an so einem Gedenktag, warum tun wir uns eigentlich so eine Plackerei auf und errichten, wie einige erzählt haben, unter größten Mühen Kreuze auf Berggipfeln. Wir finden es ja oft, nicht nur hier auf dem Breitenstein sondern auch auf vielen, vielen anderen Berggipfeln. Ein Blick rundum genügt, um von hier aus noch andere Gipfelkreuze zu sehen. Selbst ungeübte Bergler wie ich, die nicht jeden Hügel mit Vornamen kennen, erspähen zumindest das Wendelsteinkreuz. Warum ist das eigentlich so, stellt sich da die Frage?
Nun, zunächst einmal war und ist der Berg bei allen Völkern und in allen Religionen eine große Kultstätte; d.h. eine Stelle zur Verehrung Gottes. Und auch das Christen-tum sieht den Berg im großen Rahmen der von Gott gewollten und verwirklichten Schöpfungsordnung. So erzählt die Heilige Schrift, dass Abraham seinen Sohn Isaak Gott auf dem Berge opfern sollte. Der Prophet Elias betete auf dem Berge Karmel. Und auf dem Berge Sinai gab Gott dem Moses die Zehn Gebote. Und Jesus selber weiß um die tiefe Bedeutung des Berges. Oft und oft wählt er diesen Ort, wegen seiner Entrücktheit, wegen seiner Erhabenheit über dem Weltgetriebe, um da, auf einem Berg, mit Gott seinem Vater zu sprechen. Auf dem Berge Tabor zeigt Jesus den Jüngern seine Herrlichkeit und auch seine Seligpreisungen verkündigt der Herr auf einem Berge. Sie wurden sogar danach benannt und heute ist diese sogenannte Berg-predigt, auch unter Nichtchristen die bekannteste Bibelstelle. Der Berg an sich zieht also die Menschen an – profan gesprochen sagen wir: „der Berg ruft“ – aber nicht nur der schönen Aussicht, oder der frischen Maß Bier und der guten Brotzeit wegen, sondern vor allem eines inneren Beweggrundes wegen, weil dem Menschen nämlich Grund gelegt ist, dass er Gott seinen Herrn und Schöpfer nahe sein und IHN anbeten will.
Und das Kreuz gehört zum Christentum. Ja, ohne Kreuz, so darf man ruhig sagen gibt es kein Christentum. Angefangen bei der Taufe; wenn ein Mensch aufgenommen wird in die Gemeinschaft der Christen, zeichnet der Pfarrer oder Diakon dem Täufling zum Zeichen dafür, ein Kreuz auf die Stirne. Und wenn unser irdischer Weg zu Ende geht, zeichnet er ein Kreuz über das leere Grab, um es dann als Heilszeichen aufzurichten über dem Hügel, der unseren irdischen Leib bedeckt. Denn durch seine Auferstehung hat Jesus den Tod besiegt und so das Kreuz zum Zeichen des Heiles für alle Menschen gemacht.
Wenn nun Schützen von Fischbachau dieses Zeichen vor 10 Jahren wieder auf „ihren“ Berg, den Broatnstoa gestellt haben, dann hat das seine Bedeutung. Es ist nicht nur ein weithin sichtbares Zeichen der Heimatverbundenheit, sondern auch und vor allem Zeichen unseres christlichen Glaubens.
Das Kreuz ist aber nicht nur Zeichen des Heiles, sondern genauso Zeichen unserer Erlösung. Alle Kreuze auf den Berggipfeln erinnern uns immer wieder auch an das, was wir – anschließend auch hier – in der Messfeier gemeinsam tun. Alle, die in den Bergen die Schönheit und Größe der Natur schauen und erleben, werden gemahnt, in der Natur nicht nur den Schöpfer der Berge zu erahnen und zu erkennen. Durch das Kreuz werden wir daran erinnert, dass Gott in Christus noch viel mehr an uns getan hat, als dass er uns das Leben gegeben und uns zu unserer Freude in seine Schöpfung, die IHM in unserem Bayernlandl so wunderbar gelungen ist, hineingestellt hat. Durch das Kreuz und die Auferstehung hat er uns zu einem noch erfüllteren Leben berufen. Deshalb sollen alle, die auf den Broatnstoa oder auf einen anderen unserer vielen schönen Berggipfel steigen, wenn sie oben angekommen sind, nicht nur froh und stolz sein, dass sie den Gipfel erreicht haben, sondern immer auch erkennen, dass uns mit dem Kreuz auf einem Gipfel auch gesagt wird, dass wir auf dem Berggipfel noch nicht am Ziel dessen sind, wozu Gott uns berufen hat.
Darum feiern wir diesen Gottesdienst zur Ehre Gottes, der die Erde und uns Menschen gut geschaffen hat, der uns mit Freude erfüllt hier auf der Erde, in seinen Bergen und bei den Menschen, denen wir hier in den Bergen begegnen, der uns zu Christen berufen hat durch seinen Sohn Jesus Christus, der die Liebe Gottes ausgegossen hat in unsere Herzen durch den Heiligen Geist und der unsere Trauer in Freude verwandeln kann. In jedem Gottesdienst, also in dem Dienst, den Gott an uns tut, auch hier und heute – um das wieder einmal zu klären und herauszustellen – kommt diese Freude besonders zum Ausdruck. Gott stärkt uns in der heiligen Eucharistie und ermutigt uns durch sein Wort, weil ER will, dass wir an der Gestaltung der Gesellschaft mitwirken und zwar christlich mitwirken. Das ist viel mehr, als einfach so mitzuschwimmen. Gerade das Evangelium vom Jüngling aus Naim zeigt uns ganz eindringlich die große Wirkkraft des Wortes Gottes.
Und dieses Wort Gottes will auch uns heute Morgen lebendig machen und stärken für den Alltag, denn wir müssen ja – im wahrsten Sinne des Wortes – wieder hinab, in unseren täglichen Trott. Gott will, dass wir auch und gerade da, in den sogenannten Niederungen unseres Lebens Freude haben am Christentum, damit wir gerne Zeugnis geben, von seinem Kreuz, von unserem Glauben.
Amen.
Für die musikalische Untermauerung der Bergmesse sorgte die Musikkapelle Fischbachau, die auch beim anschließenden gemütlichen Zusammensein in der Hubertushütte schwungvoll aufspielte.

Am 26. August 2008 gab es für die Meisterschützin des Vereins, Gudrun Wittmann, in Fischbachau einen großen Empfang, bei dem von den Elbacher Gebirgsschützen ein dreifacher Ehrensalut geschossen wurde. Sie hatte in Australien die Vizeweltmeister-schaft im Vorderladerschießen errungenen und dabei einen absoluten Weltrekord erzielt.

Am 23. Januar 2009 wird vereinsintern die Auflageklasse eingeführt.

Die Mitgliederversammlung am 5. April 2009 wird beschlossen die Glückscheiben-wertung wieder normal auszuwerten.

Am 25. Januar 2010 wird in einer Gemeinderatssitzung das neue Schützenheim auf Basis des von Thomas Höfer vorgelegten Bauplanes unter folgenden Auflagen genehmigt:
  • Das Grundstück stellt die Gemeinde kostenlos zur Verfügung,

  • Eine Hackschnitzelanlage zur Heizung des Schwimmbades und der Schule mit 
Anbindung der Sparkasse etc. im Keller, finanziert, incl. Kellerausbau und 
  Kellerdecke der Heizungsbetreiber (voraussichtlich  Fa. Schreyer)
  • Zusätzliche, von den Schützen genutzte Kellerräume, müssen von diesen finanziert 
werden

  • Das Schützenheim beinhaltet eine für die Gemeinde kostenlos zur Verfügung zu stellende Unterbringungsmöglichkeit eines Loipenspurfahrzeuges,
  • Der Bauantrag mit Bau- und Finanzierungsplan ist zu erstellen und zur nächsten 
   Bauausschusssitzung vorzulegen.

Bereits im August 2010 beginnen vorbereitende Baumassnahmen.

Offizieller Spatenstich ist am 23. September 2010 im Beisein von Landrat Dr. Jakob Kreidl, dem 2.Bürgermeister Ernst Christian und den Geschäftsführern der Kreis-sparkasse (Georg Promme) und der Raiffeisenbank (Hubert Stehr).


Die Fertigstellung des Rohbaus erfolgt am 8. Dezember 2010 mit der Schließung des Daches.

Am 8. Januar 2011 wird Hebauf gefeiert.


Im August 2010 wird Gudrun Wittmann bei den Weltmeisterschaften in München
Mannschafts-Vizeweltmeisterin im Grosskaliber über 300m und Leonhard Brader
wird in Portugal Mannschafts-Weltmeister im Vorderlader (Perkussions-Dienst
gewehr), Distanz 100m.
   

Unser Vereinsmitglied Christian Neubert wird am 2. April 2011 zum Schützenkönig des Schützengaues Holzkirchen proklamiert.

Am 25.11.2011 findet eine Umzugsfeier mit musikalischer Unterhaltung durch die Blaskapelle Fischbachau statt.